Für Erwachsene

Energie abbauen drinnen: Bewegungspausen für Kleinkinder und Kindergartenkinder

Es regnet, der Spielplatz ist zu, und ein kleiner Mensch rennt Runden ums Sofa. Kleine Kinder sind zum Bewegen gemacht, und wenn sie nicht nach draußen können, muss die Energie irgendwohin. Hier sind einfache Ideen, sie drinnen loszuwerden, auf wenig Platz und ohne etwas zu kaufen.

Wie viel Bewegung kleine Kinder brauchen

Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt, dass Kinder von 1 bis 4 Jahren mindestens 180 Minuten am Tag körperlich aktiv sind, in jeder Intensität. Ab 3 Jahren sollten mindestens 60 dieser Minuten richtig anstrengend sein: rennen, springen, tanzen. Das klingt nach viel, aber es summiert sich über den Tag, und auch kurze Phasen zählen.

Warum kurze Bewegungspausen helfen

Lehrkräfte nennen sie Bewegungspausen: ein paar Minuten Bewegung zwischen Phasen, in denen man still sitzt. In einer Studie im Klassenzimmer waren Kinder nach 10-minütigen Bewegungspausen aufmerksamer bei der Sache, und eine Übersicht über viele Schulstudien fand ähnliche Ergebnisse. Diese Studien wurden mit Grundschulkindern gemacht (etwa 5 bis 12), aber die Idee funktioniert auch zu Hause: Ein kurzer Bewegungsschub vor dem Essen, einer Autofahrt oder einer ruhigen Beschäftigung kann den nächsten Teil des Tages leichter machen. Für Lehrkräfte hat unser Ratgeber zu Bewegungspausen im Klassenzimmer fünfzehn Ideen, die ohne Material auskommen.

Zehn Ideen, um drinnen Energie loszuwerden

  1. Stopptanz. Musik an, tanzen, und erstarren, wenn sie aufhört.
  2. Tiergänge. Hüpfen wie ein Frosch, stampfen wie ein Elefant, krabbeln wie ein Bär, watscheln wie ein Pinguin.
  3. Der Boden ist Lava. Kissen werden zu Trittsteinen quer durchs Zimmer.
  4. Dem Takt folgen. Langsames Klatschen heißt gehen, schnelles Klatschen heißt auf der Stelle rennen, Stille heißt stehen bleiben.
  5. Hampelmänner und Raketenstarts. In die Hocke gehen, „3, 2, 1“ zählen und abheben.
  6. Ballon in der Luft halten. Einen Luftballon mit Händen, Köpfen und Füßen in der Luft halten.
  7. Kissen-Hindernisparcours. Übers Kissen, unter dem Tisch durch, um den Stuhl herum.
  8. Flamingo-Challenge. Auf einem Bein stehen: Wie lange hältst du das Gleichgewicht? Jetzt das andere Bein.
  9. Simon sagt. Fass deine Zehen an, streck dich zum Himmel, dreh dich im Kreis.
  10. Tier-Yoga. Strecken wie eine Katze, brüllen wie ein Löwe, still sitzen wie ein Frosch.

Gemeinsam bewegen

Kinder halten länger durch und haben mehr Spaß, wenn ein Erwachsener mitmacht. Und du bekommst auch ein bisschen Bewegung ab.

Ruhig aufhören

Beende jede Runde mit einem Runterkommen: einmal groß strecken, dann dreimal langsam atmen. Das hilft Kindern, von wild auf ruhig umzuschalten, bevor das Nächste im Tag kommt.

Nach Alter

Wenn aus der Energie ein Wutanfall wird, steht in unserem Ratgeber zu Beruhigungsübungen für Kleinkinder, was du sagen kannst. Für ältere Kinder, die schnelle Spiele lieben, trainieren Reaktionsspiele das Timing, aber gleiche sie mit echter Bewegung aus. Unser Ratgeber zur Bildschirmzeit für Kleinkinder erklärt, warum es etwas anderes ist, sich mit einem Bildschirm zu bewegen, als davor zu sitzen.

Schaff zuerst einen sicheren Platz: Räum alles Zerbrechliche weg und halte den Boden frei von Stolperfallen.

Quellen

Weitere Ratgeber